Liebermann – Villa in Berlin Wannsee

1909 ließ sich Max Liebermann ein Sommerhaus am Wannsee bauen, das er stolz sein „Schloß am See“ nannte. Hier fand er die nötige Ruhe von dem Betrieb der Großstadt und die entscheidenden Motive für sein Spätwerk. Mehr als 200 Gemälde entstanden in dem nach eigenen Ideen gestalteten fast 7000 Quadratmeter großen Garten.

Im Jahr 1940 wurde die Witwe Liebermanns zum Verkauf des Anwesens an die Reichspost gezwungen, woraufhin das Haus eine lange Geschichte wechselvoller Nutzung erlebte.
Heute sind Haus und Garten wieder sorgfältig restauriert und erstrahlen in alter Pracht. Neben einer Dauerausstellung mit Gemälden des Künstlers bietet das Haus kleinere thematische Sonderausstellungen zum Werk Liebermanns und seiner Zeitgenossen. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die in Wannsee entstandenen Bilder.Das gibt den Besuchern die einmalige Möglichkeit, die Werke Liebermanns am Ort ihrer Entstehung und in unmittelbarer Nähe zu ihren Motiven zu erleben.

Die Liebermann-Villa am Wannsee wird getragen von der 1995 gegründeten Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin e.V. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass das kulturhistorisch bedeutende Ensemble von Haus und Garten unter Denkmalschutz gestellt, restauriert und 1997 vom Berliner Abgeordnetenhaus zur musealen Nutzung bestimmt wurde.